Freitag, 4. März 2011

Hand in Hand wird die Erde weggeschafft 

Bei Steinchen wie diesen reichen vier Schueler

Die 4ème bei der Arbeit

Holz das wir zum Bauen benutzen koennen...

...und das Kleinholz, was noch uebrig ist


Vergesst bitte nicht den neuen Blogeintrag unten zu lesen!   !!
                                                                                         !!
                                                                                         V
Sehr geehrte Blogleserinnen und Blogleser

Wieder mal ist ein bisschen Zeit vergangen in der wir euch allein lassen mussten doch hier kommt die Erlösung: Die neuen Infos sind da.
Nach zähen Verhandlungen haben wir von den Holzfällern die Hälfte des Holzes als Baumaterial zur Verfügung gestellt bekommen. Hiermit können die Türen getischlert und Formen für den Zement gebaut werden.
Die Tiefbauarbeiten schreiten voran. Nachdem klar wurde, dass ein Nachmittag pro Woche zu wenig ist, um das Loch effektiv noch vor der kommenden Regenzeit fertig zu bekommen, haben wir nun beschlossen, dass jetzt montags, mittwochs und donnerstags je eine Klasse zwei Stunden lang am Nachmittag gräbt. So hoffen wir das Loch so schnell wie möglich fertig zu stellen um zum nächsten Bauabschnitt, der Konstruktion der einzelnen Untergrunddepots voran zu schreiten.
Wie man sich vielleicht vorstellen kann, ist die Arbeitsmethodik hier in Afrika eine andere als bei uns in Europa. Ohne die Hilfe von Baggern dauert das Ausheben eines Loches von 8m x 3m x 2m Wochen, wenn nicht Monate. Hier ist Muskelkraft gefragt! Mit Schaufeln, Spaten und Hacken lockern die Schüler die Erde erst auf und heben sie dann ab. Die Mädels transportieren die Erde dann in Schüsseln zu den Ablageplätzen. Probleme bereiten die durch das bergige Gelände häufig auftretenden Steine. Diese müssen ausgegraben und herausgehebelt bzw. getragen werden. Falls ein Stein zu groß ist, wird dieser in kleinere Stücke zerlegt: Man legt Feuer unter dem Stein und wartet eine Weile, bis sich dieser erhitzt hat. Dann schüttet kaltes Wasser darauf. Durch den Temperaturunterschied und die damit verbundenen Spannungen im Stein zerspringt dieser und die Einzelteile können nun herausgehoben werden. Leider hat diese Methode den Nachteil, dass sie lange dauert und das weitere Arbeiten behindert.
Da die Grabungen voran schreiten, werden wir nun bald die ersten Wagenladungen Zement, Sand und Kies kaufen, damit die Ziegel, die hier nicht gekauft, sondern aus Zement und Sand selbst hergestellt werden, in Angriff genommen werden können. Dafür werden die ersten Spendengelder verwendet. Das ist euch zu verdanken. Danke!
Unter der Rubrik Spenderbrief haben wir die Bittschrift des Elternbeirats und des Direktors online gestellt. Es steht eine Übersetzung zur Verfügung, bei der wir uns beim Übersetzen ein paar Freiheiten zum besseren Verständnis genommen haben. Das Original ist als Bild angefügt, für alle die lieber Französisch lesen.

Grüße

Flo und Jakob

Donnerstag, 17. Februar 2011

Bilder

Schueler in Kebo-Toé beim Fahnenappell

 
Bauplatz, im Hintergrund die Verantwortlichen und die Schule


Donnerstag, 10. Februar 2011

Statusbericht no.4

Es regt sich wieder was in Togo.
Mittlerweile gehen wir von der Planungs- in die Bauphase über. Nachdem ich letzte Woche offiziell auf einem Elternvormittag das Projekt vorgestellt und um lokale Unterstützung geworben habe, wird es nun konkret.
Nach mehreren Treffen mit dem Direktor, den Elternvertretern, einem Mitglied des Kollegiums und dem Bauleiter Alphonse haben wir nun den genauen Bauplatz festgelegt. Die Toilette wird nun in gleicher Ausrichtung wie das Schulgebäude längs der Straße gebaut.

Als erster Schritt sind nun mehrere Bäume gefällt worden, damit bei einem Sturm das Toilettengebäude nicht von fallenden Bäumen bedroht wird. Ab nächster Woche werden die Schüler anfangen, während der so genannten Travaux manuels, (Unterricht, in dem die Schüler körperliche Arbeit verrichten) das acht Meter lange und drei Meter breite rechteckige Loch ausheben, das Alphonse mit Asche und Markierungspfeilern ausgewiesen hat. Wir hoffen, dass nicht zu viele große Steine, die mit Temperaturunterschieden gespalten werden müssen unsere Arbeit erschweren werden.

Nach vielen Anstrengungen, Änderungsvorschlägen und Optimierungen haben wir den Spenderbrief fertig gestellt. (Auch wenn die Onlineversion noch nicht ganz optimal ist, er wird auch per Rundmail geschickt) Dieser Brief ist eine Beschreibung des Projektes, der alle Fakten und Gründe auf einer Seite zusammenfasst. Wir bitten euch diesen Brief an potentielle Spender wie euren Arbeitgeber oder eure Schule weiter zu leiten. Falls noch Fragen bei potentiellen Spendern auftauchen sollten, bitten wir euch diese (falls möglich) zu beantworten und auf unseren Blog zu verweisen oder die Fragen im Zweifelsfall an uns weiterzuleiten.

Der Spenderbrief ist dafür gedacht möglichst viele Leute zu erreichen und sie mit den notwendigen Informationen zu unserem Projekt zu versorgen. Also tut uns bitte den Gefallen und verteilt diesen Brief, sagt es weiter, „spread the word“! Hängt den Brief auf an Unibretter und in Lehrerzimmer, in Kantinen und Fabrikhallen, in Büros und Golfclubs, in Stadien und Sportplätzen, in Würstchenbuden und im McD (für alle die dort wirklich essen gehen).

Ein Tag nach Beginn der Bauphase ist in der Schule eingebrochen worden. Gestohlen wurden neben ein paar Heften und Schulbüchern ein großes Wörterbuch, was ein halbes Monatsgehalt wert ist. Außerdem wurde eine Kasse aufgebrochen und wenige Franc CFA Schulgeld entwendet. Wir gehen davon aus, dass es einen Zusammenhang zwischen diesem Einbruch und der offiziellen Bekanntgabe des Toilettenprojektes gibt. Es besteht die Vermutung, dass die Einbrecher auf das Geld aus waren, welches die Schule für dieses Projekt bekommt. Natürlich werden wir nie Bargeld vom Projekt in der Schule lagern. Das Geld liegt auf einem deutschen Bankkonto und kann nur mit einer Visacard mit gültigem PIN abgehoben werden. Das Projektgeld ist gut geschützt und wir werden uns von solchen Ereignissen nicht aufhalten lassen!
Um weitere Probleme zu vermeiden haben wir außerdem festgelegt, dass wir möglichst nie Bargeld benutzen, sondern so viel wie möglich per Überweisung arbeiten, auch wenn das hier schwerer ist. Wenn Bargeld im Spiel ist werden immer nur die kleinstmöglichen, aber ausreichenden Barbeträge pro Einkaufstour abgehoben um das Projekt und auch die Mitarbeiter nicht zu gefährden.
Ich hoffe, dass ihr euch nicht von diesem Ereignis entmutigen lasst und wir weiter zusammen für das Projekt arbeiten können. Wir jedenfalls werden alles Mögliche tun um unsere Aufgabe hier zu erfüllen.

Liebe, sonnige Grüße

Flo